Pracovní skupina Sledování a mìøení pachù
Technical working group for odour problems
Èesky
Deutsch
Bei der letzten 25. Tagung der tschechisch-deutschen Arbeitsgruppe in Bad Schandau, die am 22.04. - 23.04.2008 stattfand, wurde festgestellt, dass in den letzten Jahren sowohl auf deutscher als auch tschechischer Seite bedeutende Bemühungen um die Verbesserung der Luftqualität unternommen wurden, was auch durch durchgeführte Messungen der Luftverschmutzung belegt wird, die nachweisen, dass die europaweit gültigen Grenzwerte für die Luftqualität im Erzgebirge nicht überschritten werden.
Im Anschluss an diese Erklärung wurde die Möglichkeit besprochen, ein Fachseminar zu veranstalten, bei dem Experten im Bereich der chemischen Industrie ihre Erfahrungen mit der Problematik der Emissionen aus der chemischen Industrie sowie Möglichkeiten einer technischen Lösung zu deren Beseitigung präsentieren können. Der Gegenstand des Seminars sollte eine Präsentation von Experten insbesondere aus der BRD sowie eine Präsentation der in der chemischen Industrie installierten Technologien, bzw. der technischen Maßnahmen sein, die zur Beseitigung der Geruchsemissionen wesentlich beitragen.
Das geplante Seminar fand unter dem Titel „Problematik der Geruchsstoffe und Schadstoffemissionen aus der chemischen Industrie“ am 23. – 24.10.2008 im Kongresssaal des Bezirksamtes des Bezirkes Ústí nad Labem statt. Es wurde unter der Schirmherrschaft des Umweltministeriums, des Direktors der Abteilung Luftreinhaltung Dipl.-Ing. Jan Kužel sowie des Hauptmanns des Bezirkes Ústí nad Labem Dipl.-Ing. Jiøí Šulc organisiert. Für die Organisation des Seminars war die Tschechische Vereinigung chemischer Ingenieure zuständig, die zugleich die Aufgabe des Fachgaranten der Präsentationen übernahm. Die Vorträge wurden simultan in tschechische und deutsche Sprache gedolmetscht. An der Konferenz nahmen 43 Fachleute aus verschiedenen Bereichen der chemischen und der Lebensmittelindustrie, der Staatsverwaltung sowie Akademiker der Fakultät für Umwelt der J.A.Purkynì–Universität in Ústí nad Labem teil.
Das Seminar hatte ein hohes Fachniveau. Einzelne Präsentationen stellten einen bedeutenden Beitrag für alle Beteiligten dar, wie lobende E-mails der Konferenzteilnehmer bestätigten. Die Konferenzpräsentationen werden ins Internet unter http://www.cschi.cz./odour/index.html gestellt.
Die ganze Veranstaltung wurde mit einer Exkursion im Unternehmen PLP, a.s. mit Sitz in Trmice in der Nähe von Ústí nad Labem beendet. Das Unternehmen betreibt die größte Brennerei in Mitteleuropa bezogen auf die Kapazität der Bioethanolherstellung für Benzingemische. Das Unternehmen hat mit großem Erfolg das Problem sehr unangenehmer Geruchsemissionen gelöst. Der Exkursion ging ein Vortrag über die Technologie selbst sowie die zur Minderung der Geruchsemissionen im Betrieb angewendeten Technologien voraus. Die Exkursion war sehr interessant und hat aufgrund der diskutierten Problematik das Horizont der Erkenntnisse über neue mögliche Technologien erweitert, die in der heutigen Zeit anzuwenden sind.
Fazit:
Das Seminar hat moderne Möglichkeiten der Überwachung von Industrieemissionen und
-immissionen und zugleich neue zukunftsträchtige Technologien zu deren Eliminierung aufgezeigt. Die Vertreter des Umweltministeriums der ÈR sowie die für die Luftqualität zuständigen Teilnehmer aus der Bundesrepublik Deutschland haben das Seminar positiv bewertet und es als einen wichtigen Schritt zu einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern im Bereich grenzüberschreitender Auswirkungen der Industrie bezeichnet. Ähnlich positiv wurde das Seminar auch von Vertretern der Industrie bewertet. Die Vertreter der beiden Länder haben den Gedanken unterstützt, dass ein ähnliches Seminar auch in folgenden Jahren durchgeführt werden könnte.
, Keder, ÈHMI
, PLP Trmice ![]()